Oberhausen

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Die Straßenbahn in Oberhausen ist ganz neu. Sie wurde erst vor wenigen Jahren gleichzeitig mit Europas größtem Einkaufszentrum eröffnet - sozusagen als dessen Privatzubringer. Wäre aber gar nicht nötig gewesen, denn rund um das Konsum-Ungetüm namens "CentrO" stehen acht(!) ausgewachsene Parkhäuser.


Haltestelle 'Neue Mitte'

In Oberhausen redet man auch von der "Neuen Mitte". Damit ist weder die Regierung von Gerhard Schröder gemeint noch der hauptstadtisierte und kommerzialisierte Stadtbezirk Berlins, sondern ebenjenes Einkaufszentrum. Untertrieben ist das sicherlich nicht. Die alte Mitte der Stadt jedenfalls kann seitdem vermutlich einpacken. Genauso wie die Zentren der benachbarten Städte, die sich alle sehr über dieses Kaufrausch-Monster "gefreut" haben. Oberhausen ist damit die einzige Stadt Mitteleuropas, deren Mitte komplett einer einzigen Firma gehört. Glückwunsch!


Insofern ist die Wiedereinführung der Straßenbahn noch die angenehmste Begleiterscheinung. Die Strecke verläuft auf der Trasse einer ehemaligen Industriebahn, die zum Teil als Hochbahn gebaut ist, und wird auch von Bussen benutzt (siehe Fotos. Sind das jetzt Hoch-Busse?). Die neue Oberhausener Straßenbahn ist keine Insel, sondern es wurde im Prinzip nur eine Linie des Netzes der Nachbarstadt Mülheim in die eigene Stadt hinein verlängert. Die Haltestelle "Neue Mitte" bekam eine ganz besondere Architektur. Damit man auch gleich weiß, wo man auszusteigen hat.